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Politische Vereinnahmung Luthers ist eine Blamage für die Lutherstadt Wittenberg und die Region.

Reformationsfest nicht für Wahlkampf missbrauchen.

Zur Vorstellung des Lutherdarstellers zum Stadtfest „Luthers Hochzeit“ erklärte die Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Wittenberg, Dr. Bettina Lange: „Die Auswahl eines  Bundestagskandidaten für den Darsteller des Dr. Martin Luther ist eine absolut inakzeptable Form der politischen Vereinnahmung des Reformators. Dass Menschen, die sich politisch engagieren, als Luther-Darsteller ausgewählt werden, ist weder problematisch noch verwerflich. Eine Blamage ist es aber, wenn sowohl Herr Winkelmann als auch der Oberbürgermeister offenbar nicht über das politische Gespür verfügen, dass es wenige Monate vor der Bundestagswahl schlicht nicht angemessen ist, diese Rolle des Darstellers Luthers und den Wahlkampf auf diese Art zu verbinden.

Hier hat der Oberbürgermeister gravierend gegen das Neutralitätsgebot verstoßen, welchem die Stadt als Gesellschafter der Marketing GmbH unterliegt. Dies ist augenscheinlich gewollt und geplant, so zeigen es zumindest die zahlreichen Medienberichte, welche die Bundestagskandidatur bereits zu einem Element der Berichterstattung über das neue Lutherpaar gemacht haben.
Dem Kandidaten und Lutherdarsteller fehlt es offensichtlich am politischen Feingefühl, anders ist eine Bewerbung zu diesem Zeitpunkt nicht erklärbar.

Wir fordern den Oberbürgermeister auf, dieses unwürdige Treiben zu beenden bevor, es einen nachhaltigen Schaden für die Lutherstadt und die Darsteller-Rolle „Martin Luther“ gibt. Darüber hinaus muss das Auswahlverfahren, gerade auch für die diesjährige Auswahl und alle kommenden Bewerbungsverfahren transparent gemacht werden, um eine Nachvollziehbarkeit zu dieser Entscheidung herzustellen.“