Es war einmal, vor nicht allzu langer Zeit ein kleines Dorf am Tor zur Heide und stand dort regungslos rum. Bis der Böse Winter kam und alles zunichte machte, was der große rote Bär sich hier aufgebaut hat. Normalerweise enden Märchen immer mit einem Happy End nur dieses nicht. Als die böse Tante Holle ihre vollen Betten ausschlug und es zu den Abendstunden richtig schneien lies, drehten sich die fleißigen hänichener Bienen noch einmal vor dem Kamin um. „Ach“, dachten sie, „wie schön ist es im Sommer wenn wir die Blumen bestäuben können und das Grün von der Wiese kurz fressen dürfen“.
Nachdem sie langsam aber sicher in der molligen Wärme eingeschlafen sind, wuselten schon eine Vielzahl von Ameisen los und stellten erstaunt fest, welch Spektakel sich abgespielt hat. Natürlich kamen sie ihren Pflichten nach und beseitigten den Schnee von den Wegen. Halb erfroren und vor lauter Freude auf die Arbeit nahmen sie auch die Schrittgeschwindigkeit in Kauf mit der sie starten mussten. In der Hoffnung, dass am Abend die Bienen ihre Aufgabe auch erledigt hatten.
Die Dämmerung trat ein und es ward Dunkel. Die Ameisen, kamen erschöpft nach Hause und trauten Ihren Augen kaum, dass die Bienen gerade jetzt Ihren Winterschlaf angetreten sind. „Sicherlich werden sie morgen aufwachen“ sagte Muttiameise zu Pappiameise. Der Minutenzeiger querte acht Mal die zwölf und die Ameisen begannen ihre alltägliche Arbeit.
Freudestrahlend schoben Sie den Schnee zur Seite, setzten sich in ihr Gefährt und ab ging?s zur Schlitterpartie bis zum Ortsausgangsschild.
Alles wüten und toben war umsonst, denn zwei Monate später ward es wieder Frühling, und die lieben Bienen erwachten, der Schnee war gerade abgetaut und das schöne Bestäubungsspiel konnte von vorn beginnen.
Und die Moral von der Geschicht, vertraue dem Hänicher Winterdienst nicht. Jede Ameise muss ihre Pflichten tun, aber die Bienen lassen bei Schnee Ihre Arbeit ruhn. Zu spät war der Einsatz, hat es uns doch das Ergebnis gezeigt, für viele Einwohner ist nicht nur das Empfinden eine berechtigte Frechheit.
Mit freundlichen Grüßen
Sepp Müller

